EU-F-Gase-Verordnung – Öko-Richtlinien auch im Rechenzentrum

Für energieeffiziente Kühlung in IT-Serverräumen

Die Verordnung des europäischen Parlaments über fluorierte Treibhausgase hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2050 europaweit die Emission fluorierter Treibhausgase in der Industrie zur Bekämpfung des Klimawandels schrittweise zu reduzieren. Ebenso ist es Teil dieser Verordnung, Beschränkungen, Anforderungen, Melde- bzw. Informationspflichten deutlich festzulegen und die Produkte entsprechend zu beschriften. Dies sorgt bei manchen für Verwirrung: welche F-Gase sind nun erlaubt und welche nicht?

Was sind fluorierte Gase?

Fluorierte Gase oder F-Gase ist ein Sammelbegriff. Darunter versteht man chemische Verbindungen, also Gase, die nicht in der Natur vorkommen, wie teilfluorierte Kohlenwasserstoffe (HFKW), perfluorierte Kohlenwasserstoff (FKW), Schwefelhexafluorid (SF6) und Stickstofftrifluorid (NF3). Diese Stoffe sind infrarotaktiv und absorbieren Wärme- und Infrarotstrahlung bzw. lassen diese nicht ins Weltall entweichen. Dadurch erwärmt sich die Erdoberfläche. Sie strahlen außerdem selbst Wärme aus. Diese doppelte Erwärmung schadet letztendlich unserer Atmosphäre.

Wo finden fluorierte Gase Anwendung?

In der Kühltechnologie, also in Kälte-, Wärme- und Klimapumpenanlagen, aber auch in elektrischen Schaltanlagen oder als Treibhausgas in Sprays, Schäumen und Dämmstoffen werden fluorierte Treibhausgase eingesetzt. Ihr Treibhauspotential wird in GWP (Global Warming Potential) angegeben. Je höher der GWP-Wert ist, desto problematischer ist das Produkt für das Klima. Von dieser Vorschrift betroffen sind daher vor allem Erzeugnisse aus der Kälte- und der Klimatechnik.

EPS entwickelt individuelle und klimafreundliche Klimatisierungskonzepte

Wir als Gesamtlösungsanbieter von Serverräumen entwickeln individuelle Klimatisierungskonzepte. „Energieeffiziente Klimatisierungskonzepte sind in IT-Räumen und Rechenzentren wichtig. Wir empfehlen dringend eine Umstellung auf Klima- und Kältetechnik mit niedrigerem GWP-Wert. Dazu bieten wir klimaschonende Lösungen und beraten bei der Auswahl des richtigen Kältemittels sowie der geeigneten Klimatisierungslösung im Sinne der Umwelt,“ erklärt Peter Reisinger, Vertriebsleiter bei EPS. Bei der Kältemittelauswahl im Serverraum kommen natürliche und kosteneffiziente Mittel immer häufiger zum Einsatz. Hier spielt die F-Gas-Verordnung eine wesentliche Rolle. Kältemaschinen mit natürlichen Kältemitteln wie der eChiller weisen kein Treibhauspotential auf. Daher sind sie von der F-Gas-Verordnung nicht betroffen.

eChiller: Energieeffiziente Klimatisierung durch Wasserkühlung

Der eChiller ist eine energieeffiziente Kältepumpe und kühlt mittels reinem Leitungswasser. Besondere Aufmerksamkeit gilt der hohen Energieeffizienz im Freikühl- und Freikühlmischbetrieb. Sein Leistungsbereich geht von 20kW bis 45kW Kälteleistung und ist modular skalierbar auf über 300kW. Die Kältemaschine besteht aus zwei baugleichen Kältemodulen. Jedes Modul funktioniert wie eine Kälteanlage. Am Boden sind 4 Anschlüsse. Im Verdampfer werden ca. 2% des Kältemittels verdampft und kühlen dadurch das Kaltwasser ab. Der Wasserdampf wird im Turboverdichter komprimiert und mischt sich im Verflüssiger mit dem Kühlwasser, das hierdurch erwärmt wird. Der interne Kältekreislauf läuft unter Vakuum ab und wird durch Plattenwärmetauscher hydraulisch getrennt. Die ideale Kühlung in Server- und Schalträumen.

EU-Instrumente zur schrittweisen Reduzierung der F-Gas-Emissionen

Die Instrumente, die die EU einsetzt, um die Anwendung von fluorierten Gasen zu regulieren bzw. zu reduzieren, basieren einerseits auf Beschränkungen, andererseits auf dem sogenannten Quotensystem an Herstellern und Lieferanten. Verbote umfassen beispielsweise Einschränkungen, die die erstmalige Lieferung von Gasen betreffen. Auch Regeln bezüglich der Verwendung bestimmter F-Gase oder F-Gase-Gruppen sind enthalten. Das Quotensystem gilt für HFKW-Gase. Bis 2030 soll sich die Menge an dieser F-Gase-Gruppe schrittweise verringern. Firmen müssen sich demnach an die Menge der Quoten halten.

Für detaillierte Informationen zu F-Gase-Gruppen, Verboten und Einschränkungen oder dem Quotensystem klicken Sie bitte hier (Broschüre Vermarktung und Verwendung von fluorierten Gasen der WKÖ).

Die EU-F-Gas-Verordnung sieht auch entsprechende Qualifikationen und Weiterbildungsmaßnahmen für das Personal vor – vor allem in der Installation, Instandhaltung, Reparatur oder Stilllegungen von Einrichtungen. Zudem ist eine Unternehmenszertifizierung in manchen Fällen sogar notwendig. Unsere Firma ist beispielsweise ein zertifizierter Klimabündnis-Betrieb. Unsere Energieeffizienz und Klimagerechtigkeit spiegeln sich in unseren USV-Anlagen, Notstromaggregaten oder in der Klimatisierung wider.

Langfristig wird es für Industrie und Anwender unausweichlich sein, auf Kältemittel mit niedrigem GWP-Wert und auf klimaschonende bzw. natürliche Alternativprodukte umzusteigen.

Die wichtigsten Punkte zusammengefasst:

  • Die EU will mit der neuen F-Gas-Verordnung bis 2050 europaweit die Emission fluorierter Treibhausgase in der Industrie zur Bekämpfung des Klimawandels schrittweise reduzieren.
  • F-Gase mit einem hohen Treibhauspotential sollten ab 01.01.2020 für manche Anwendungen mit umweltfreundlicheren Kältemitteln ersetzt werden.
  • Wir als Gesamtlösungsanbieter von Serverräumen entwickeln individuelle Klimatisierungskonzepte und helfen Ihnen bei der Auswahl des richtigen Kältemittels.
 

Artikel teilen

Share on facebook
Share on linkedin
Share on xing
Share on email

Sie haben Interesse an neuen Produkten und Innovationen?
Holen Sie sich unseren kostenlosen Newsletter!

Durch die Anmeldung zu unserem Newsletter stimmen sie unserer Datenschutzerklärung zu.

Verwandte Artikel